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Chemie Nobelpreis-Medaille wird versteigert

Am 23. November 2017 wird die Nobelpreismedaille zusammen mit drei weiteren bedeutenden Auszeichnungen von Georg Karl von Hevesy bei Morton & Edten LtD in London versteigert. Das Lot ist mit 120'000 bis 150'000 Pfund geschätzt.

Georg Karl von Hevesy (1885-1966) studierte Chemie, Mathematik und Physik in Budapest, Berlin und Freiburg. 1908 wurde er in Zürich promoviert. Hevesy gilt als Begründer der Radiochemie und gemeinsam mit Paneth als Erfinder als Tracermethode, mit der chemische Elemente durch die Beimischung ihrer radioaktiven Isotope analytisch gekennzeichnet werden. Er hat auch die Neutronenaktivierungsanalyse als analytisches Verfahren eingeführt.

Nachdem die Naziregierung den Deutschen verboten hatte, den Nobelpreis anzunehmen, liessen die beiden Physiker Max von Laue und James Franck ihre Goldmedaillen bei Niels Bohr in Kopenhagen aufbewahren. Hevesy arbeitete dort im Sommer 1940, als deutsche Truppen die dänische Hauptstadt besetzten. Hevesy überlegte, die Goldmedaillen zu verstecken oder zu begraben. Doch dann löste er sie in Königswasser auf, um sie dem Zugriff der Besatzer zu entziehen. Nach Kriegsende extrahierte de Hevesy das im Königswasser gelöste Gold und übergab es der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Diese prägte daraus zwei neue Medaillen für von Laue und Franck.





www.mortonandeden.com

13.11.2017

 


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