Numis-Post, das Schweizer Magazin für Münzen

Das Numis-Lexikon

 


BB

Die Strassburger Prägungen tragen das Münzzeichen BB (ligiert) und einen Windhundkopf, das Zeichen des Generalgraveurs J.J. Barre. Ausserdem setzte der Münzdirektor A.F. de Bussière sein Zeichen, eine Biene auf die Münzen. Ein Teil der 5- Rappenprägung von 1850 trägt das Münzzeichen AB, was als die Initialen des Strassburger Münzdirektors gedeutet werden muss. Die Münzstätte Strassburg (damals die zweitgrösste in Frankreich) prägte 1850 und 1851 die Schweizer Billonmünzen zu 5, 10 und 20 Rappen. Die Qualität dieser Münzen liess jedoch beträchtlich zu wünschen übrig, auch tauchten Fälschungen der 20-Rappenstücke in grossen Mengen auf, was nicht zuletzt mit den für die Münzprägung ungeeigneten Billonlegierungen zusammenhing. Die mangelhafte Qualität und die grosse Härte der Billonprägungen begünstigten das Auftauchen zahlreicher Fälschungen. Die Beschwerden bezüglich der Billonmünzen waren denn auch einer der Hauptgründe für den Entscheid des Bundesrates eine eigene Münzstätte zu errichten.


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