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Batzen

Die Herkunft des Namens Batzen ist bis heute umstritten. Sowohl die Abstammung vom Bär (Batz = Petz = Bär) als auch die geläufige Bezeichnung als „grösseres Stück“ eines teilbaren Objektes vor Einführung der Münze ist denkbar.
Der Batzen hat sich als grosse Silbermünze gegen Ende des 15. Jahrhunderts in Süddeutschland und der Schweiz durchgesetzt. Der erste Batz wurde in Bern 1492, abgebildet mit dem Wappentier (vielleicht daher der Name?), geprägt. Der zunehmende Handel sowie die Verknappung des böhmischen und sächsischen Groschens liess die Nachfrage nach einer grösseren Münze steigen. Die Münze wurde alsdann zu 4 Kreuzern geprägt. Obwohl in unterschiedlichster Güte geprägt, breitete sich der Batzen schnell aus. Leider liess die Qualität mancher Stücke durch die schnelle Ausbreitung (zur damaligen Zeit üblich) stark nach, weshalb sich die Reichstage von 1522 und 1524 gegen diese Münze aussprachen. Ab 1559 verschwand die Münze aus dem Geldverkehr in Deutschland.
 
In der Schweiz konnte sich das Stück in vielen Kantonen in verschiedenen Varianten bis 1850 halten. 1 Batzen entsprach bis dahin 10 Rappen. Noch heute wird der Batzen im Volksmund teilweise für ein kleines Taschengeld / kleiner „Zustupf“ verwendet, bzw. als „ein ganzer Batzen“ =  umgangssprachlich für sehr viel Geld.

Bern, 5 Batzen 1826

Bern, 5 Batzen 1826



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