Modernen Lichtinstallationen, deren Spiegelungen die Sonnenlichteinstrahlung in Wasser imitieren, geben den Besuchern der Goldkammer in Frankfurt das Gefühl, sich nicht in einem Museum, sondern in einer magischen Unterwasserwelt zu befinden. Gezeigt werden Schätze von historischen Schiffswracks.

Ein Schiff der spanischen Silberflotte, die berühmte „Nuestra Señora de Atocha“, sank am 6. September 1622 auf den Meeresgrund, nachdem es zuvor auf ein Riff bei den Florida Keys aufgelaufen war. An Bord waren Schätze im heutigen Wert von rund 400.000.000 US-Dollar.

Jahrhunderte vergingen, bis der US-amerikanische Taucher Mel Fisher im Jahr 1985 endlich das sagenumwobene Schiffswrack fand, nach welchem er sechszehn Jahre gesucht hatte. Einige dieser Fundstücke befinden sich heute in dem Themenraum „Gold aus den Meeren“ in der Goldkammer, darunter die beeindruckende goldene Kette des Admirals der Atocha. Sie misst stolze sechs Meter und gilt somit als weltweit längstes Exemplar ihrer Art

Der Ausstellungsraum „Gold aus den Meeren“ hält zahlreiche weitere Exponate von historischen Schiffswracks bereit, unter Anderem einzigartige Schmuckstücke und geschichtsträchtige Goldbarren.  

Nachdem Christoph Kolumbus im Jahr 1492 den amerikanischen Kontinent im Auftrag der kastilischen Krone entdeckte, war es das Ziel der Spanier, die Neue Welt zu erkunden und zu beherrschen. Die breitflächige Kolonialisierung Amerikas sollte nicht zuletzt dazu dienen, Portugal als Konkurrent um die Vormachtstellung in Europa und als Seemacht zu überflügeln. Schnell stellte man fest, dass der Kontinent besonders reich an Edelmetallen wie Silber und Gold war. Ganze Armadas transportierten wertvolle Schätze in Richtung Europa, doch nicht alle schafften die Heimreise.

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